Gottesbild
im Judentum
Im
zweiten Buch Mose Kapitel 20 Vers 2 bis 6 beschreibt Gott folgend:
Ich bin Jahwe, dein Gott,
der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. Du sollst neben mir
keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine
Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser
unter der Erde. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und
dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin
ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld
der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen,
die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine
Huld. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen;
denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.
Es gibt
ein vollkommenes Sein, den Schöpfer, den Herrn der Welt. Er ist der Ursprung
aller Existenz. Alles, was existiert, ist von Ihm abhängig. Er aber ist voll
kommen unabhängig.
Gott
ist eine absolute und vollständige Einheit, eins und einzig.
Gott
ist nicht materiell und nicht körperlich. Er ist nicht den Naturgesetzen
unterworfen und kann mit menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden.
Er war
vor allem anderen. Er ist und wird in Ewigkeit sein.
Nur Ihm
darf gedient werden. Seine Gebote und Sein Wille sind zu wahren. Keine anderen
Existenzen (wie z.B. Engel und andere Naturkräfte) dürfen angebetet werden,
denn sie sind von Ihm geschaffen worden.
Auffallend ist die Beziehung zwischen Gott und dem
auserwählten Volk, Gottes Versprechungen und auch Drohungen sollte sich die
Söhne Israels nicht an Gottes Vorgaben halten.
So ist im fünften Buch
Mose Kapitel 4 Vers 23 bis 27 zu lesen:
Nehmt euch in Acht!
Vergesst nicht den Bund, den der Herr, euer Gott, mit euch geschlossen hat. Ihr
sollt euch kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt, was der Herr,
dein Gott, dir verboten hat.
Denn der Herr, dein Gott,
ist verzehrendes Feuer. Er ist ein eifersüchtiger Gott.
Wenn du Kinder und
Kindeskinder zeugst und ihr im Land heimisch seid, wenn ihr dann ins Verderben
lauft und ein Gottesbildnis macht, das irgendetwas darstellt, wenn ihr also
tut, was in den Augen des Herrn, deines Gottes, böse ist, und wenn ihr ihn
erzürnt –
den Himmel und die Erde
rufe ich heute als Zeugen gegen euch an: dann werdet ihr unverzüglich aus dem
Land ausgetilgt sein, in das ihr jetzt über den Jordan zieht, um es in Besitz
zu nehmen. Nicht lange werdet ihr darin leben. Ihr werdet vernichtet werden.
Der Herr wird euch unter
die Völker verstreuen. Nur einige von euch werden übrig bleiben in den
Nationen, zu denen der Herr euch führt.
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