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Christen im Iran
Von den über 70 Millionen EinwohnerInnen der Islamischen Republik Iran gehören etwa 310'000 Personen christlichen Konfessionen an.
Es handelt sich einerseits um AnhängerInnen von seit mehreren
Jahrhunderten im Iran ansässigen traditionellen Kirchen wie der
armenischen, der assyrischen und der chaldäischen Kirche und
andererseits um Mitglieder neuerer christlicher Bewegungen wie
Protestanten, Evangelikalen und freikirchlichen Gemeinden.
In der
iranischen Verfassung, die offiziell die Zwölferschia als
Staatsreligion festschreibt, werden einzelne religiöse Minderheiten,
so auch die Christen, offiziell vom Staat anerkannt.
Im iranischen Parlament sind 3 Sitze für die christliche
Minderheit reserviert, während ihnen gemäß
Bevölkerungsanzahl ein Sitz zustehen würde. Es gibt einen
gemeinsam Sitz für assyrische und chaldäische Christen sowie
einen Sitz für die armenischen Christen des Nordens und einen
für diejenigen im Süden des Landes.
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| Ghareh Kelisa auch bekannt als St. Tadavous Kirche in der Nähe von Chaldoran im Nordwesten Irans wurde im Jahre 66 n. Chr gebaut und gehört somit zu den drei ältesten Kirchen der Welt. | Sarkis Kathedrale im Zentrum Teherans fertiggestellt 1970. |
Muslime und Angehörige der alteingesessenen Kirchen Irans leben im Wesentlichen friedlich nebeneinander. Ihre Mitglieder geniessen Kultusfreiheit und können ihre familienrechtlichen Angelegenheiten nach Massgabe ihrer eigenen religiösen Bestimmungen regeln. Verkauf, Konsum sowie Verwendung von Alkohol ist den traditionellen christlichen Gemeinschaften sowohl bei ihren religiösen Riten als auch privat erlaubt. An den islamischen Kleiderkodex sind aber auch sie gebunden.
Jedes schriftliche Erzeugnis mit religiösem Inhalt muss den Behörden vor der Publikation zur Überprüfung vorgelegt werden. Für die Übersetzungen in Farsi, welche die Behörden für die Prüfung verlangen, müssen die Kirchen jeweils selbst aufkommen.
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