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Nouruz- das iranische Neujahrsfest - نو روز
Das Frühlings- und Neujahrsfest Nouruz wird von allen iranischen Völkern
unabhängig von der jeweiligen religiösen Zugehörigkeit gefeiert. Es ist eines
der ältesten Feste des iranischen Kulturraums und wird seit mehr als 2500 Jahren
begangen. Das Neujahr beginnt exakt zur Tag- und Nachtgleiche und wird
entsprechend für jedes Jahr neu berechnet.
Das Wort Nouruz stammt aus dem Pahlawi und bedeutet "der neue Tag". Als "Fest
der Gemeinschaft und des Lebens" markiert es den Sieg des Lichtes über die
Finsternis, des Guten über das Böse, des Frühlings über den Winter. Wichtigster
Bestandteil des Neujahrsfestes ist die Zubereitung des "Haft Sin" („Sieben S“,
dessen Bestandteile unbedingt mit den Anfangsbuchstaben des persischen „S“
beginnen müssen), die gängigsten sind

Sabze (Weizensprossen bzw. jedes andere Grün als Symbol für die Widergeburt der Natur),
Sib (Apfel als Symbol für die Schönheit und Jugend)
Samanu (Eine Süßigkeit welche das Leben versüßen und Freude bringen soll)
Sir (Knoblauch als Symbol für die Gesundheit)
Somagh (Früchte des Sumachbaumes symbolisiert die Farben des Sonnenaufganges)
Senjed (Lotusfrucht als Symbol der Liebe)
Serkeh (Essig Symbol für Haltbarkeit, Alter und Geduld)
Sonbol (Hyazinthe, als Symbol für den Frühling)
Sekkeh (Münzen als Symbol für den Wohlstand)
Des Weiteren sind auch
ein Spiegel als Abbild des Lebens
ein Goldfisch als Symbol des Lebens
verzierte Eier als Symbol der Fruchtbarkeit und der Geburt
angezündete Kerzen als Symbol für Licht und Wärme
und der Koran, oder jedes andere heilige Buch der verschiedenen Religionen als Symbol für die Vorbestimmung durch Gott
am "Haft Sin" welches auf einem Tuch zusammengestellt wird zu finden.
Die Begehung dieses Festes lässt sich zurückverfolgen bis zu den zoroastrischen Vorfahren der heutigen iranischen Völker. Nouruz ist offizieller Feiertag im Iran, in Afghanistan, in Kasachstan, in Kirgisien, in Tadschikistan, in Aserbaidschan, in Usbekistan , in Turkmenistan, in der Türkei, in den kurdischen Regionen des Iraks, in Syrien, teilweise bzw. inoffiziell in Pakistan, in Indien bei den Parsen als Jamschidi-Fest.
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