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Traditionelle persische Musikinstrumente:
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Santur ist eine Art Zither mit 72 Saiten. Aus ihr wurden das mittelalterliche Psalterium, das Zymbalum und später das Klavier entwickelt. Die Wirbel sind an den Seiten des trapezförmigen Kastens angebracht. Da die Saiten der Basslage normalerweise aus Messing, über dem Mittelsteg jedoch aus Stahl sind, zeichnet sich der Klangcharakter des Santurs durch eine Mischung aus einerseits warmen, grundtönigen Bässen und andererseits spitz und metallisch hart klingenden, oberen Tonlagen aus. Für jeden Ton gibt es drei oder vier Saiten und einen einzelnen Steg. Dadurch ist es möglich, Einzeltöne für den gespielten Modus umzustimmen. Die Resonanzdecke besteht bei traditionellen Instrumenten aus einem Hartholz, zum Beispiel Walnuss. Santur eignet sich sehr gut für improvisierte Musik. |
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Tonbak auch Zarb genannt ist eine Bechertrommel. Der Körper der Tombak wird aus festem Maulbeerholz geschnitzt, was ihr ihren besonderen Klang verleiht. Am oberen breiten Ende mit wird sie mit Tierhaut, vorzugsweise von Lämmern oder Ziegen, bezogen. Ihr Hals ist fast zylindrisch geformt. Zusammen mit dem schmalen Ende gleicht er der Form einer Trompete. Tom und bak sind Grundlagen für zwei Klänge: der tiefe (tom) in der Mitte und der hohe (bak) auf der Seite der Membrane. Dabei werden die Finger sowie beide Handinnenflächen benutzt. Am häufigsten werden die Taktarten 6/8, 2/4, 4/4, 5/8, 7/8, 8/16 verwendet. Sie ist das wichtigste Perkussionsinstrument der klassischen persischen Musik. |
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Daf ist eine Schellentrommel. Sie ist leicht gebaut, so dass sie in der Hand gespielt werden kann.An dem etwa 5 cm breiten Rahmen sind Metallringe angebracht, die dem Instrument einen ganz eigenen Klang verleihen. Die Daf ist mit Ziegen- oder Lammfell bespannt und hat meist einen Durchmesser von ca. 50 bis 60 cm.
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Ney
ist eine offene Langflöte aus Bambus ohne Mundstück. Sie wird, ähnlich einer
Panflöte, direkt am Ende des offenen Rohrs angeblasen. Die Tonhöhe wird
durch das Abdecken und Öffnen von Löchern mit den Fingern erzeugt. Als
charakteristische Besonderheit dieser Anblas- und Flötenart kann die Tonhöhe
zusätzlich durch Veränderung der Mundhöhle und der Lippen beeinflusst werden
bei unveränderter Fingerhaltung und zwar bis zu etwa einem Ganztonschritt
nach oben oder unten. Dies ermöglicht eine Vielzahl von Zwischentönen. Die
Nay wird schräg (nach links oder rechts) vor den Mund gehalten und so
geblasen, dass der Luftstrom auf die gegenüberliegende Kante der Rohröffnung
trifft.. Verschiedene
Oktaven werden in einer Überblastechnik durch unterschiedlich scharfes
Anblasen erzeugt. |
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Die Kamanche ist eine viersaitige Knie- oder Spießgeige. Sie besitzt vier metallische Saiten während der Grundkörper eine hölzerne Kugel bespannt mit Lammhaut ist. Die Rolle der Kamanche in der traditionellen persischen Musik ist mit der der Violine in der klassischen Musik vergleichbar. |
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Setar ist (heute) eine viersaitige
Langhalslaute. Der Korpus ist aus einem Stück Holz geschnitzt.
Der Setar ist recht leicht gebaut, besitzt einen leisen Klang und ist
Sufi-Kreisen besonders beliebt . Statt eines
Schalllochs hat der Setar nur einige kleine Löcher in der Decke. Die
Setar wird ohne Plektrum mit dem langen Nagel des rechten Zeigefingers
gespielt. Diese Spielweise unterscheidet das Instrument von ähnlichen
Langhalslauten wie dem
Tar. Der Stil ist durch ein
Tremolo für längere Notenwerte und zahlreiche Verzierungen geprägt. |
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Taar ist eine 6-saitige Langhalslaute, es besitzt einen achtförmigen Resonanzkörper, der aus einem Holzblock geschnitten ist. Statt auf einer hölzernen Decke steht der Steg auf einer Bespannung aus Pergament. Mit der persischen Taar können bis zu 2 1/2 Oktaven gespielt werden. Wie bei den meisten anderen persischen Instrumenten gibt es neben den Ganz- und Halbtönen beim persischen Taar auch Vierteltöne. |
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Oud ist eine
Knickhalslaute. Sie ist eine im arabischen Kulturraum weiterentwickelte
persische Setar. Im 9 Jahrhundert wurde ihr eine fünfte Saite zugefügt.
Durch den Einfluss der Mauren und heimkehrender Kreuzfahrer gelang die Oud
als Laute in das europäische Mittelalter und erreichte im 16. Jahrhundert
ihren Höhepunkt. Im persischen Kulturraum fand die Oud im 17. Jahrhundert
wieder Einzug. |
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Dohol ist
eine große doppelseitige Trommel, die von den Musikern mit einem Riemen um
den Hals gehängt wird. Sie kommt unter anderem bei religiösen Zeremonien zum
Einsatz. Außer im persischen und armenischen Kulturraum ist sie vor allem in
der traditionellen Quawali-Musik des Punjab vertreten. |
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Neyanban
ist ein aus Ziegenhaut gefertigtes dem Dudelsack ähnliches Blasinstrument.
Es ist hauptsächlich in der traditionellen Musik Bushehrs, einer
iranischen Provinz am persischen Golf, beheimatet.
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