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Iranische Völker
Die
Iranier sind eine Völkergruppe der indogermanischen Völkerfamilie, die heute
hauptsächlich das Hochland von Iran bewohnen. Dabei ist zwischen dem Angehörigen
des “Kulturraumes Iran“ (Iranier) und dem Staatsbürger des Staates Iran (Iraner)
zu unterscheiden.
Die heutigen iranischen Völker sind auf viele moderne Staaten verteilt.
Ihre Unterteilung im weiteren Verlauf basiert auf sprachwissenschaftlichen und
nicht ethnischen Aspekten. Eine abstammungsmäßige Zuordnung der heutigen Völker
mit gleichnamigen antiken Völkern ist nur bedingt möglich und meiner Meinung
nach auch nicht sinnvoll, da es nicht darum gehen sollte Menschen ethnisch und
rassisch einzuteilen, sondern deren Kultur zu ergründen, Gemeinsamkeiten und
Verwandtschaften aufzuzeigen. Die Region des Nahen und Mittleren Ostens war im
Laufe der Geschichte Durchzugsgebiet verschiedener Völker und Kulturen von denen
manche Spuren hinterließen und andere nicht.
Siedlungsgebiete der Iranier

1.) Perser: heutige Bezeichnung für alle persisch (parsi, farsi) sprechenden Iranier.
Neben den Persern im heutigen Iran (40Mio.), gehören dazu:
Die Perser in Afghanistan (Hazara, 8Mio.)welche einen persischen Dialekt (farsi dari) sprechen
Die Tadschiken, die Perser Zentralasiens (18Mio.): Sie sind Nachkommen der einst dort lebenden iranischen Völker und sprechen ein ursprünglicheres persisch als anderorts.
Die Taten(0,1Mio.): Volk in der Republik Daghestan (Russland)
Die Kumzari: Persischer Dialekt der an der Küste der persischen Golfes in Oman gesprochen wird. Dieser Dialekt ist vom Aussterben bedroht und wird nur mehr von ca. 20.000 Menschen gesprochen.
2.) Kurden:
Die Kurden (35Mio.) leben in der heutigen Türkei, im Iran, Irak, Syrien, und in den von Armenien besetzten Gebieten Aserbaidschans. Weiters gehören zur kurdischen Sprachfamilie:
Die Zaza: (2Mio.) auch Daylami genannt, ursprünglich beheimatet in der ostiranischen Provinz Khorasan, heute überwiegend in der Zentraltürkei.
Die Gorani: (3Mio.) leben überwiegend in der iranischen Provinz Kermanshahan.
3.) Die Balutschen:
Die Balutschen(6Mio.), sprachlich den Kurden näher als den Persern, bewohnen vor allem die pakistanische und iranische Provinz Balutschistan. Außerdem sind sie als Minderheit in Turkmenistan (Marv), Oman und Dubai vertreten
4.) Die Paschtunen:
Die Paschtunen auch Afghanen genannt (35Mio.) leben in Pakistan und Afghanistan. Paschtu gehört zu den iranischen Sprachen die einen großen indisch-dravidischen Einfluss aufweisen.
5.) Gilaki und Mazandarani:
Gilaki und Mazandarani (8Mio.) sind westiranische Völker mit jeweils eigenständigen Sprachen. Sie sind im Norden des Iran beheimatet.
6.) Luren:
Die Luren (4 Mio.) leben im Iran und im Irak. Sie waren seit jeher Nomaden und ihre Sprache das Lori ist enger mit dem Persischen verwandt als mit dem Kurdischen.
7.) Osseten:
Die Osseten(1,5Mio.) leben in der südrussischen Teilrepublik Ossetien (Russland) und in Georgien.
8.) Armenier:
Die Armenier (10Mio.) werden auch als eigenständiges indogermanisches Volk angesehen, zumeist jedoch zu den iranischen Völkern gezählt. Ihr Siedlungsgebiet sind die heutigen Staaten Armenien, Iran, Aserbaidschan, Türkei, Irak und Bulgarien. Weiters gibt es eine nicht unwesentliche Diaspora in Westeuropa und in den USA.
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